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Interludium IV - Zurück in der Siebensäuligen Halle

SL: Nachdem die Gruppe in der Chamber of Eyes für Ordnung gesorgt hatten, machen die Charaktere erneut Rast in der Haupthalle von Saruun Khel. Das Licht der Minotaurenstatue ist dabei, von Violett zu Rot überzugehen.

Vyrellis: Der Minotaurenkopf zeigt sich etwas beeindruckt, dass die Gruppe in der Chamber of Eyes aufgeräumt hat und sich im Kampf tapfer geschlagen hat. Euer Verhältnis steigt jeweils um 1.

Rhogar: Rhogar legt seine Ausrüstung ab und legt sich erschöpft sofort zu Bett. Doch lässt ihn scheinbar etwas nicht in Ruhe und so steht er einige Zeit später wieder auf, verlässt den Raum und bleibt kurz nachdenklich vor dem Zimmer von Surina stehen. Nach einigen Momenten presst er sein Ohr an die Tür, lauscht kurz und führt danach erleichtert seinen Marsch in Richtung Gaststube fort.

Skar: In der Gaststube sitzt Skar allein an einem Tisch, auch die benachbarten Tische sind nicht übermäßig besetzt. Ein Krug Bier steht vor ihm auf den Tisch, neben den Resten seiner Mahlzeit. Er ist zurückgelehnt, sein Blick geht in die Ferne. Man könnte fast meinen er sieht nachdenklich aus, obwohl das nicht zu seinem Erscheinungsbild des Halborks passt.

Rhogar: Als er Skar sieht, setzt er sich zu ihm und deutet der Wirtin ihm ebenfalls einen Krug zu bringen. Rhogar selbst sieht im Moment ein wenig ungewohnt aus, den er trägt keine Rüstung, dafür aber eine nagelneue Uniform mit Drachenmotiven. "Skar, bedrückt dich etwas?"

Skar: Skar schaut auf, als Rhogar sich zu ihm setzt. "Hm? Oh, ich war nur etwas in Gedanken." Er lächelt und hebt seinen Krug, um mit Rhogar anzustoßen. "Lass uns trinken, Rhogar. Auf unseren Sieg heute, und auf diejenigen denen Tempus weniger gewogen war. Der Tod ist in diesen Hallen allgegenwärtig, wie es scheint." Sein Blick fällt auf die ungewohnte Kleidung Rhogars. Er wirft ihm kurz einen fragenden Blick zu, ohne jedoch weiter darauf einzugehen. "Wird Surina durchkommen?"

Rhogar: "Wir Dragonborn sind nicht so leicht unterzukriegen, sie schien eher erschöpft als verwundet. Soll ich trotzdem nach einem Heiler schauen? Ich glaube der Anstand verbietet es mir, ihre Wunden genauer anzusehen. Leider hat mir mein Vater nie allzu viel über die Frauen erzählt, aber ich kann mich erinnern das er zu meiner Mutter immer großen Respekt gezeigt hat." Als Rhogar die fragenden Blicke bezüglich seiner Kleiung merkt lacht er kurz und sagt "Ach das ist nur eine Uniform nach alter Arkhosia Art, in meiner verschmutzten Rüstung kann ich mich ja nicht zeigen."

Skar: "Schau dir ihre Wunden an, wenn du dich damit auskennst. Hier gehts nicht um Anstand, sondern um Leben und Tod. Sie mag zäh sein, aber das Schicksal ihrer zwei Gefährten spricht Bände. Außerdem wirst du hier wohl so schnell keinen Heiler finden, erst recht nicht zu der Stunde." Er deutet der Wirtin nach einer weiteren Runde für ihn und Rhogar. "Ich kenne mich mit Wunden kaum aus. Alek hat versucht mir ein wenig beizubringen, aber mir fehlt die Geduld."

Rhogar: "Du hast wohl recht." Nach kurzen zögern steht Rhogar auf und sieht nach den Wunden von Surina.

Balthasar: Balthasar betritt den Schankraum der Taverne. Sein Kopf ist mit einem Verband umwickelt und seine Kutte weist noch deutliche Spuren des letzten Kampfes auf. Er lässt sich von der Wirtin einen Krug mit Wasser und einen Becher geben und setzt sich zu Skar an den Tisch. Schweigend gießt er sich etwas ein und murmelt ein paar unverständliche Worte. Vorsichtig nimmt er einen Schluck: "Ah ... diesmal schmeckts wie frischer Traubensaft." Er hebt den Blick und wendet sich an Skar. "Du hast mir heute das Leben gerettet. Danke. Ich glaube nichtmal als mich meine Eltern in die Obhut der Mönche gaben war ich dem Tod so nah."

Skar: Skar läßt Balthasar Platz nehmen. Er schaut etwas verwirrt ob des seltsamen Gemurmels, dann schiebt er ihm den Krug rüber den er für Rhogar geordert hatte. "Trink das. Hilft bei der Heilung, und du hast es dir verdient." Wortlos hebt er seinen eigenen Krug, um mit Balthasar anzustoßen. "Blut und Ehre!" Er lächelt. "Blut haben wir wahrhaft genug gegeben heute. Alek sagte immer, man soll einen Mann nicht an seinen Siegen messen, sondern daran wie er mit seinen Niederlagen umgeht." Skar lacht. "Bis heute habe ich das für typisches Geschwafel gehalten, aber es scheint als ist was dran. Du bist zäher als du aussiehst. Wenige Männer bewahren in einer solchen Situation die Nerven." Bei diesen Worten klopft er Balthasar kräftig auf die Schulter, um schließlich lächelnd erneut seinen Krug zu heben.

Balthasar: Aufgrund des kräftigen Schlags verschluckt sich Balhasar und läßt fast seinen Becher fallen. Die Wort des Halborks hellen die Mine des noch geschwächt wirkenden Magiers ein wenig auf. "Skar, ich kenne Dich zwar noch nicht so lange, aber ich glaube das war der längste Monolog den ich bisher von die gehört habe." Ein leichtes Grinsen breitet sich auf Balthasars Gesicht aus und er ergreift den Krug den Skar ihm hinhält. "Blut und Ehre."

SL: Im Obergeschoß der Taverne klopft inzwischen Rhogar an Surinas Türe, die selbiges nur mit einem leisen Stöhnen gutiert. Rhogar geht kurz unentschlossen den Gang auf und ab, öffnet dann jedoch die unverschlossene Türe. Im Schreck züngeln die blauen Flammen seiner Spellskar kurz hervor: Surina, in ein zierliches Nachthemd gekleidet, dürfte beim Versuch aufzustehen vom Bett gefallen sein. Hilflos wie ein Käfer und nur halb bei Bewusstsein liegt sie Quer im Raum - mit den Beinen noch halb am Bett, mit dem Rücken bereits am Boden.

Rhogar: Rhogar läuft zu ihr, legt sie wieder in's Bett und schaut ob irgendwo Blut zu sehen ist. "Bleib liegen, du bist hier in Sicherheit. (Rhogar blickt besorgt) Brauchst du einen Heiler?"

Surina: "... ich ... Übermacht ... aaah ... rgl ... chr ... geht schon ... ffr ... ggnnn ..." Dann atmet sie flach und durch ihren kalten Atem bilden sich kleine Eiskristalle in ihrem Gesicht.

Rhogar: Rhogar geht nervös im Kreis bis er schließlich abrupt stehen bleibt, Kopfschüttelnd seine Hand auf die Stirn schlägt und schnell einen Heiltrank aus seinem Zimmer holt und in ihr einflößt. Anschließend geht er kurz in den Schankraum schnappt sich einen Krug und etwas zu Essen von seinen Kameraden "Bestellt euch was neues auf meine Kosten" und macht es sich dann auf einen Sessel neben Surina's Bett bequem um über sie zu wachen.

Skar: Skar sitzt immer noch mit Balthasar zusammen im Schankraum, als Rhogar vorbeikommt. Er lässt ihn wortlos etwas Essen und Krug nehmen und wartet, bis der Dragonborn wieder verschwindet. Dann lächelt er in Balthasars Richtung und meint mit einem Augenzwinkern: "Das ging schnell. Scheint es geht ihr wirklich nicht so schlecht."

Finnan: "Ach da seid ihr. Habe noch ein wenig mit Rendil gesprochen und ihm von unseren Abenteuern erzählt. Er war begeistert !" Nachdem der Wirt ihm einen Humpen Bier bringt, der größer als sein Kopf ist, nimmt er einen kräftigen Schluck." Ahh jetzt gehts mir besser, das Gerede hat mich durstig gemacht. Na wie gehts denn Rhogar's Flamme, alles in Ordnung mit ihr?"

Skar: Skar prostet Finnan zu und nimmt ebenfalls einen tiefen Zug. Dann nickt er grinsend. "Scheint alles in Ordnung. Rhogar hat sein Essen und Bier mit hoch genommen ..." Er zwinkert Finnan zu, dann wird er wieder ernster. "Hat Rendil Neuigkeiten? Mir ist vorhin etwas aufgefallen: Die versklavten Zwerge werden wohl eher in den Duergarminen als in der Duergarfestung sein, richtig? Müssen also nicht die Festung angreifen sondern nur die Minen. Sollte machbarer sein."

Balthasar: "Skar an deiner Beobachtung ist etwas dran. Aber bedenke wieviel Probleme uns die zwei Duergar gemacht haben. Auch wenn es wohl deinem Kriegerstolz zu wider ist, so sollten wir nicht so töricht sein die Sklaven alleine zu befreien. Last uns zunächst zu den Zwergen aufbrechen. Vielleicht gewinnen wir Ihre Unterstützung. Sie kennen sich hier aus und werden wohl auch mit den Duergar noch eine Rechnung offen haben. Zwerge haben nämlich eine gutes Gedächtnis."

Skar: Skar wirft Balthasar einen abwertenden Blick zu, sagt jedoch vorerst nichts sondern lässt sich nur in seinem Stuhl zurückfallen und nimmt einen weiteren tiefen Zug. Dann ergreift er wieder das Wort. "Bevor wir zu den Zwergen müssen ist die Zeit ohnehin zu knapp. Dort sollten wir auch erfahren können welches Handwerk die Vermissten ausüben - wenn es Schmiede waren werden sie eher in der Festung versklavt sein, nicht wahr?" Er nimmt noch einen Schluck. "Aber wenn Fargrim unter der Erde ist knöpfen wir uns die Duergar vor. Bevor es niemanden mehr zu retten gibt."

Balthasar: Der Magier wirkt etwas eingeschüchtert und beginnt mit etwas unsicherer Stimme:"Iiich stimme dir da vollkommen zu. Bei den Zwergen werden wir mehr erfahren. Der Ork in dir drängt auf schnelle Konfrontation, doch erweist es sich manchmal als nützlicher besonnen zu handeln. Wem nützt ein gescheiterter Befreiungsversuch? Die Geschichte lehrt es uns immer wieder, dass nicht blinder Aktionismus sonder kühle Berechnung zum Erfolg führen. Nehmen wir zum Beispiel ...". Balthasar beginnt über eine klassische Geschichte der Forgotten Realms zu philosophieren.

Skar: Als Skar bemerkt dass Balthasar eingeschüchtert wirkt klopft er ihm nochmal (diesmal etwas sanfter) auf die Schulter, mit einem entschuldigenden Blick. Er hört Balthasar eine Weile zu, scheint dann aber den Faden zu verlieren. "Kühle Berechnung, besonnen Handeln ... klingst wie mein Vater.", wirft er ein, dann lehnt er sich zurück und lässt die Erzählung des Magiers auf sich einrieseln während er genüsslich sein Bier leert.

Finnan: lauscht anfangs gespannt Balthasars Geschichte, nachdem sie aber zu keinem (schnellen) Ende kommt verliert auch er etwas die Konzentration und wendet sich wieder Skar zu. "Also viel Neues hab ich von Rendil nicht erfahren. Eure Idee, zuerst mal die Zwerge aufzusuchen, ist gut. Alleine sollten wir uns mit den Duegar nicht anlegen. Ich scheue zwar keinen Kampf, aber wenn er schon vor Beginn aussichtslos erscheint dann lasse ich lieber mein Schwert stecken und suche andere Wege. Daß wir gegen dieses Treiben etwas unternehmen werden, steht jedenfalls fest !" Damit prostet er herzhaft seinen beiden neuen Freunden zu.

SL: Nachdem es schon spät ist, legen sich die Charaktere schließlich nieder. Finnan lauscht beim vorbeigehen noch an Surinas Türe, und kann sie (nach einer erfolgreichen Perception Probe) leicht stöhnen hören, sowie Rhogar etwas grummeln. Schmunzelnd geht er weiter. Am nächsten Tag macht die Gruppe ihre letzten Vorbereitungen für die bevorstehende Expedition in den Norden um die Red-Eye Gang zu finden. Auch Surina erwacht und ist erschrocken und berührt zugleich, dass jemand die ganze Nacht sie beim Schlafen beobachtet hat. Das schlimmste dürfte sie überstanden haben, aber ein oder zwei Tage Ruhe diagnostiziert sie sich.

Surina: Noch im Bett sitzend erklärt die Dragonborn Rhogar in für sie eher unüblicher, nicht so anschaffender Stimme: "Wir hatten die Spuren der Gibberlinge in einen natürlichen Höhlenkomplex im Nordwesten der Siebensäuligen Halle verfolgt. Doch die Biester hatten es geschafft uns irgendwie zu umzingeln. Sie kamen von allen Seiten. Gerade noch konnten wir eine Schneise in die Horde bahnen, und den Rückzug sichern. Wir rannten was wir konnten in Richtung der Sicherheit der Halle, doch einen nach dem Anderen konnten sie Packen. Mit letzter Not schafften wir es in die Halle." Dann blickt sie Rhogar tief in die Augen und meint: "Ich danke Euch, dass ihr euch für mich eingesetzt habt. Aber ... ich glaube der Anstand verlangt nun, dass ihr mein Zimmer verlässt?"

Rhogar: Rhogar nickt ein wenig verlegen und steht auf. "Ich muss mich noch um ein Versprechen kümmern und ein paar Ethercap-Köpfe rollen lassen, morgen aber ziehen wir nach Norden zu den Zwergen und da werden wir dieser Giberling-Plage schon einheizen. (Rhogar Augen glänzen vor Vorfreude) Wir könnten einen Führer brauchen wenn ihr euch morgen wieder stark genug fühlt, unsere Orientierung in diesem Labyrinth ist leider nicht die beste. (Rhogar lacht) Für's erste aber denkt an euer eigenes Wohl und Rastet euch aus, ich werden den Wirt mit etwas Essen und Trinken vorbei schicken." Damit verlässt Rhogar ihr Zimmer.